Probenkreuz
Unser Probenkreuz sorgt für eine gleichmäßige, repräsentative Probe und damit für zuverlässige Analyseergebnisse.

Bevor mit der Zerkleinerung begonnen wird, muss überprüft werden, ob das Probenmaterial direkt verarbeitet werden kann oder ob eine Vorbehandlung notwendig ist. Faktoren wie Feuchtigkeit, Agglomerationen, ungleichmäßige Verteilung oder Fremdkörper können den Prozess behindern und zu fehlerhaften Ergebnissen führen.
Zudem ist die erforderliche Probenmenge zu beachten: Wie viel Material wird für die anschließende Analyse benötigt, und wie groß ist die ursprüngliche Probe? Gegebenenfalls muss eine repräsentative Teilprobe entnommen werden, die in ihrer Zusammensetzung der Gesamtprobe entspricht.
Die meisten Laborproben sind inhomogene Gemische. Unterschiedliche Partikelgrößen und Materialdichten führen beim Transport und in der Handhabung oft zu einer Entmischung. Wird nicht die gesamte Probe gemahlen, muss daher eine repräsentative Teilprobe entnommen werden.
Ist die Ausgangsprobe zu groß, sollte sie vor der Teilung vorzerkleinert werden. Die Auswahl des passenden Teilungsverfahrens und -geräts richtet sich nach den Materialeigenschaften und der erforderlichen Probenmenge. Rieselfähige, trockene Proben können beispielsweise mit Zuteilrinnen, Drehrohrteilern oder speziellen Probenteilern für Schüttgüter aufgeteilt werden, während Riffelteiler für weniger fließfähige Materialien geeignet sind.
Eine manuelle, zufällige Probenentnahme kommt vor allem dann in Betracht, wenn nur einfache Analysen durchgeführt werden, das Material hinreichend homogen ist oder aus Zeitgründen keine alternative Methode möglich ist.


Die Zerkleinerung von feuchtem oder nassem Probenmaterial – etwa in Backenbrechern, Rotor- oder Schneidmühlen – erweist sich häufig als schwierig. Feuchtigkeit kann rasch zu Verstopfungen im Mahlraum führen, Ring- und Bodensiebe anschwellen lassen und letztlich das Gerät blockieren. Dies verursacht nicht nur Materialverluste, sondern erhöht auch den Reinigungsaufwand.
Als Ausnahme gelten Verfahren wie die Kolloidvermahlung, bei der Flüssigkeiten gezielt in Kugelmühlen zugegeben werden, sowie die Homogenisierung von frischem Obst und Gemüse, wo kaum Material verloren geht.
In den meisten Fällen ist es jedoch notwendig, feuchte Proben vor dem Zerkleinern zu trocknen. Bei der Auswahl des geeigneten Trocknungsverfahrens müssen neben dem Siedepunkt auch potenzielle Gefahren wie Reaktivität, Staubexplosionen oder die Temperaturempfindlichkeit bestimmter Stoffe beachtet werden. Besonders bei Substanzen wie polychlorierten Biphenylen (PCB) oder Dioxinen sind entsprechende Sicherheitsvorkehrungen unerlässlich.
Zahlreiche Proben, insbesondere aus dem Umweltbereich wie Gewerbeabfall, Restwertstoffe, Sekundärbrennstoffe und Deponiemüll, enthalten häufig metallische Bestandteile, die mit den vorgesehenen Zerkleinerungsgeräten nicht pulverisiert werden können.
Tatsächlich können Fremdkörper wie Stahlnägel oder Eisenschrauben die Mahlwerkzeuge beschädigen und so die Leistungsfähigkeit einer Mühle erheblich beeinträchtigen. Aus diesem Grund sollten Metallteile vor der Aufbereitung entfernt und, falls nötig, entsorgt werden.


Die Kühlung des Mahlguts verbessert häufig dessen Bruchverhalten. Bei der Vor- und Feinzerkleinerung von temperaturempfindlichen Proben wie vielen Kunststoffen ist daher eine intensive, direkte Kühlung erforderlich. Eine Möglichkeit besteht darin, das Probenmaterial vor dem Mahlen in flüssigem Stickstoff (N₂, LN₂) zu verspröden. Alternativ kann es mit Trockeneis gekühlt werden, sodass das Material bei tiefen Temperaturen spröde wird und sich leichter zerkleinern lässt. (Kryogenvermahlung)
Kühlverfahren kommen auch dann zum Einsatz, wenn flüchtige Inhaltsstoffe in der Probe erhalten bleiben sollen. Der Grund dafür liegt in der niedrigen Temperatur, bei der sich beispielsweise Feuchtigkeit im Probenmaterial zu Eis verfestigt und so während des Mahlvorgangs nicht entweichen kann. Nach dem Mahlen taut das gefrorene Wasser bei Raumtemperatur wieder auf. Entsprechend sollte stets geprüft werden, ob die gewählte Methode die Zusammensetzung der Probe unverändert lässt.
Laborproben sind meist inhomogene Gemische, deren Partikel sich beim Transport entmischen. Wenn nicht das komplette Material gemahlen wird, muss eine Teilprobe entnommen werden. Ist die Ausgangsprobe zu groß, wird sie zunächst vorzerkleinert. Freifließende, trockene Proben lassen sich mit Zuteilrinnen, Drehrohrteilern oder speziellen Probenteilern aufteilen; weniger rieselfähige Materialien erfordern Riffelteiler. Eine manuelle, zufällige Probenentnahme wird nur bei homogenen Materialien oder einfachen Analysen genutzt.
Feuchtes oder nasses Probenmaterial führt in Brechern oder Mühlen schnell zu Verstopfungen; Ring‑ und Bodensiebe schwellen an, das Gerät blockiert und es kommt zu Materialverlusten und erhöhtem Reinigungsaufwand. In der Regel müssen nasse Proben vor dem Zerkleinern getrocknet werden. Die Wahl des Trocknungsverfahrens hängt vom Siedepunkt, der chemischen Reaktivität, möglichen Staubexplosionen und der Temperaturempfindlichkeit des Stoffes ab. Für sensible Materialien wie polychlorierte Biphenyle (PCB) oder Dioxine gelten besondere Sicherheitsvorkehrungen.
Typisch verwendete Kühlmittel sind Flüssigstickstoff (ca. -196 °C) und Trockeneis (ca. -78 °C). Diese sorgen für eine rasche Abkühlung, verspröden das Probenmaterial und verbessern dadurch den Zerkleinerungsprozess.
Die Kryogenvermahlung ist eine schonende Methode zur Zerkleinerung und Homogenisierung temperaturempfindlicher Proben. Dabei werden die Materialien durch den Einsatz von extrem kalten Kühlmitteln abgekühlt, was sie spröde macht und ein effektives mechanisches Zerkleinern ermöglicht.
Neben dem Siedepunkt des Lösungsmittels und der erforderlichen Endfeuchte sind potenzielle Gefahren wie chemische Reaktivität, Staubexplosionen oder die Temperaturempfindlichkeit bestimmter Substanzen zu berücksichtigen. Bei gefährlichen Stoffen wie PCB oder Dioxinen sind spezielle Sicherheitsvorkehrungen notwendig. Die gewählte Methode – etwa Vakuum‑, Gefrier‑ oder Warmlufttrocknung – sollte die Probe trocknen, ohne ihre chemische Zusammensetzung zu verändern, damit nachfolgende Zerkleinerungs‑ und Analyseprozesse zuverlässige Ergebnisse liefern.